Das war der Fachtag „Resilienz statt Resignation: Wie können wir mit Medienbildung Krisen begegnen?“

In einer chaotischen Welt das eigene Wohlbefinden stärken, mediale Strukturen durchblicken und mitgestalten und zugleich die eigene Balance in der Mediennutzung finden: Was heißt es, digitale Resilienz als Schlüsselkompetenz zu verstehen und dabei nicht zu resignieren, sondern Lösungen zu entwickeln und handlungsfähig zu bleiben?

Diese Fragen wurden interdisziplinär aus der Sicht der digitalen Resilienzpädagogik, transformativen Bildung und politischen Medienbildung bearbeitet, um durch verschiedene Perspektiven in die Reflexion zu kommen und konkrete Handlungsoptionen zu diskutieren.

Nachzuschauen und nachzuhören gibt’s

die Keynote: Digitale Resilienz von Nele Hirsch, Bildungswissenschaftlerin vom eBildungslabor

3 Podcastfolgen des Podcasts Learning Architects von Jördis Dörner

Sabine Kirst: Mit Medienbildung Krisen begegnen

Sabine Kirst ist Referentin der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung im Bereich politische Bildung online. Mit Sabine spreche ich darüber, wie wir mit Medienbildung und politischer Bildung Krisen begegnen können. Wir diskutieren, was Krisen überhaupt ausmacht, und erhalten von ihr konkrete Tipps für die pädagogische Arbeit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Thema Verschwörungserzählungen. Sabine spricht über die Wichtigkeit von Reflexion und Aufbau eines Beziehungsnetzes. Es geht um Optimismus und die gemeinsame Bewältigung von Herausforderungen in einer entspannten Atmosphäre. 

Nele Hirsch „Digitale Resilienz

Nele Hirsch betreibt das eBildungslabor und unterstützt gutes Lernen in der digitalisierten Gesellschaft. Nele erklärt in dieser Folge, welche vier Bestandteile digitale Resilienz für sie hat. Dazu gehört die Reflexion und Bewusstsein für Verhaltensweisen im Netz, sich Routinen zu überlegen, über grundlegende Aspekte bei der Nutzung des Internets (wie Erkennen von Falschinformationen) informiert zu sein und schließlich auch Digitalität selbst aktiv zu gestalten. Also letztlich das Netz, wenn auch erstmal nur im Kleinen, zu einem besseren Ort zu machen.

Esther Wawerda: Transformative Bildung 

Esther Wawerda arbeitet beim Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V. und erzählt von der Arbeit des Konzeptwerkes. Transformatives Lernen fordert in den Lernangeboten des Konzeptwerks die eigenen Gewohnheiten, Denkweisen und Normen heraus, macht sie bewusst. Eine Methode, die Esther beschreibt ist: „Gewinnt soviel ihr könnt!“, zu finden auf der Plattform: www.endlich-wachstum.de Um transformatives Lernen umzusetzen, ist laut Esther Zeit und Beziehungsarbeit wichtig.

Radiobeitrag der Hörfunk- und Projektwerkstatt Leipzig, die den Fachtag live begleitet hat:

Der Fachtag wurde veranstaltet von der Koordinierungsstelle Medienbildung Sachsen und dem Netzwerk Medienpädagogik Sachsen in Kooperation mit der vhs Leipzig, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Landesfilmdienst Sachsen. Er richtete sich an Praktiker*innen der politischen Bildung, der Erwachsenen- und Medienbildung und an Multiplikator*innen der schulischen und außerschulischen Bildung. 

Workshops:

Stark gegen Social-Media-Stress – Wie man als pädagogische Fachkraft einen gesunden Umgang mit Social Media fördern kann (Marie-Therese Stedry, Waldspatz-Medien)

Alles nach Plan: Verschwörungen als digitale Krisen-Märchen (Julian Kasten, Medienzirkus)

Umgang mit Schönheitsidealen und Selbstdarstellung im Netz (Arbeitstitel) (Ariane Lösch/Datenhut e.V. und Feministische Bibliothek MONAliesA sowie Georg Uhrlandt/Landesfilmdienst Sachsen)

Social-Media-Utopie: Besser kommunizieren mit digitaler Mündigkeit und dem Fediverse (Leena Simon)

Stress und Entspannung mit Medien – Konzepte und Ideen für die pädagogische Praxis mit der Plattform MedienUniversum (Katy Gillner, Medienzentrum Greifswald)

Resilienz-Rituale für Gruppen: Niederschwellig, positiv und motivierend (Meike Kocholl, Gründerin von Resilyou)